Eine Seilbahn für Marburg

Diese Seite soll das Thema der “Prüfung einer Seilbahn für Marburg“ beleuchten.

Nicht nur in Marburg, sondern auch an anderen Orten in Deutschland befasst man sich mit modernen Seilbahnprojekten. So ist z.B. in Koblenz mit der Rheinseilbahn erst kürzlich ein großes Seilbahnprojekt realisiert worden. Auch inBerlin wurde seit längeren über eine Seilbahn für die IGA 2017 diskutiert und nach einem Wettbewerb umgesetzt. Die Überlegungen in Hamburg, wo eine private Zuwegung zum Musical-Veranstaltungsort mittels Seilbahn realisiert werden sollte, werden nach einem ablehnenden Bürgerentscheid nicht weiter verfolgt (Links dazu s.u.).

Wir möchten hier unsere Überlegungen für eine Seilbahn als Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Marburg darstellen und über die Hintergründe informieren, warum eine professionelle Prüfung des Seilbahnvorhabens sinnvoll ist und uns notwendig erscheint.

Erste Überlegungen zu einer Seilbahn von der Marburger Innenstadt zur Universität Lahnberge und zum Klinikum gibt es seit 2008 . Seitdem haben wir das Thema in mehreren öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert. Das Marburger Stadtparlament hat im Juni 2011 mit dem Nachtrag zum Haushalt 2011 beschlossen, dass die Verkehrsbeziehungen zwischen der Innenstadt und dem Standort Klinikum der Philipps-Universität (UKGM)/Universität Lahnberge durch ein Verkehrsgutachten untersucht werden sollen. Dabei sollen auch innovative Verkehrsmittel in die Überlegung der Entwicklung zukünftiger Verkehre einbezogen werden. Die Möglichkeit der Verbindung der Innenstadt und den Lahnbergen mit einer Seilbbahn wird daher auch Inhalt dieses Gutachtens sein.

Mit der Darstellung unserer Idee und unserer Argumente für die Prüfung einer Seilbahn von der Stadt zu den Lahnbergen wollen wir weiterhin um Unterstützung für dieses Vorhaben werben. Personen, die dieses Vorhaben gut finden und dies auch öffentlich bekunden wollen, werden am Ende dieser Seite genannt. Wir freuen uns auf viele Unterstützerinnen und Unterstützer. Wir werden auf dieser Seite auch gerne die uns zugesandten Diskussionsbeiträge veröffentlichen (Kontaktadresse für Unterstützung und Diskussion s.u.).

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33 Antworten auf Eine Seilbahn für Marburg

  1. Dr. Christa Perabo sagt:

    Ich unterstütze die Seilbahnprüfung.

  2. Andreas Seibert sagt:

    Sehr geehrter Herr Kahle, ich wohne seit mehreren Jahren in der Schweiz und habe die verschiedensten Seilbahnen gesehen. Eines hatten sie alle sie gemein, sie brauchen viel Platz für die Umlaufpunkte. Dazu kommt natürlich noch die Fläche für die Antriebsmotoren, welche auch nicht gerade klein sind. Ich glaube, dass für Marburg am besten eine Dreiseilumlaufbahn in Betracht kommt. Diese habe ich, als ich in Saas Fee Urlaub machte gesehen. Aber alle Seilbahnen müssen ihren Betrieb einstellen, sobald ein stärkerer Wind weht. Dieses ist zu bedenken. Ich persönlich würde mir die Wetterdaten der letzten 10 Jahre aus dem Wetteramt holen und die Windverhältnisse im Baubereich anschauen. Danach würde ich entscheiden ob man da bauen kann oder nicht. Was nützt die schönste Seilbahn, wenn diese sehr oft wegen Windböen oder stärkeren Winden abgeschaltet werden muss. Der Unterhalt muss auch dann weiterbezahlt werden, ob sie läuft oder nicht. Also meiner Meinung nach braucht Marburg eine Seilbahn nicht. Man kann das dadurch eingesparte Geld anderweitig sinnvoller investieren. Ein anderer Punkt ist die Erhaltung der letzten Bäume auf den Lahnbergen. Durch die neuen Institute, es hat angefangen mit der Virologie und es ging danach weiter, wurde der Waldbestand ganz gehörig vermindert. Als ich damals 2004 die Uni verliess habe ich dieses alles mitbekommen und war schockiert. Wenn die Stadt so weiter macht, haben wir in 10 – 20 Jahren gar keine Bäume mehr auf den Lahnbergen.
    Mit freundlichen Grüssen
    Andreas Seibert

    • Franz Kahle sagt:

      Sehr geehrter Herr Seibert,

      zu Ihren Punkten:
      a) auch die Firmen Doppelmayr und Leitner haben (bei erster, vorläufiger Prüfung) eine Dreiseilumlaufbahn in Erwägung gezogen.
      b) Nach Aussagen der Fa. Doppelmayr müßte eine Abschaltung lediglich bei orkanartigen Stürmen erfolgen.
      c) Eine Prüfung der Seilbahn muss einen Kostenvergleich zwischen zum einen den notwendigen Investitionen/Unterhalt einer Seilbahn und zum anderen den Investionen/Unterhalt Verbesserung der Verbindung zu Lahnbergen auf andere Weise enthalten. Meiner Meinung nach sind die Lahnberge schon heute, erst recht in Zukunft zu schlecht angebunden.
      d) Für eine Seilbahntrasse müssten keine Bäume gefällt werden, sicherlich aber einige Bäume bei den zu bauenden Stationen und Masten. Gerade wegen der aufstrebenden Entwicklung der Lahnberge könnte eine Seilbahn verhindern, dass der Ruf z.B. nach einem Motel/Hotel und einem Einkaufsmarkt auf den Lahnbergen nicht immer stärker wird. Denn weder dem Klinikum noch der Universität kann/darf man die Perspektive von weiteren Entwicklungen nehmen.
      Gerade wegen Ihrer Argumente sollte man sich einer Prüfung der anstehenden Fragen nicht verschließen.
      Beste Grüße
      Franz Kahle

  3. Im Rahmen der hier aufgezählten und auch in der Vorpräsentation der Firma Leitner im vergangenen Sommer besprochenen zwingenden Randbedingungen unterstütze ich den Plan einer Seilbahn auf die Lahnberge uneingeschränkt. Ich glaube, dass zur weiteren öffentlichen Akzeptanz vor allem zwei Themen näher besprochen werden müssen: zum einen, inwieweit Baumfällungen notwendig sind, gerade im Vergleich zur Anlage weiterer Pkw-Stellplätze; zum anderen, wie die Anbindung der Seilbahn an den Eisenbahn- und Busverkehr, insbesondere Überland-Busverkehr, möglichst optimal gestaltet werden kann. Eventuell muss man hier auch die Einrichtung eines Bahnhaltepunkts Marburg-Mitte, die ja schon vor Jahren im Nahverkehrsplan aufgetaucht ist, mit einbeziehen.

  4. Tolle Ideen waren oft am Anfang unpopulär und als Spinnereien verschrien: Nicht aufgeben, prüfen, anpassen und für Marburg weiter denken!

    • Dr. Kathrin Bonacker sagt:

      Nach den Informationen, die ich der Oberhessischen Presse entnommen habe, möchte ich bitten, mich schnellstmöglich von der Liste der UnterstützerInnen zu entfernen. Investitionen in dieser Höhe benötigt Marburg an ganz anderen Stellen. Vielen Dank!

      • Franz Kahle sagt:

        Hallo Frau Dr. Bonacker,
        vielen Dank für Ihre Mail. Die Investitionen von ca. 40-50 Millionen Euro sind – wie alle Verkehrsmaßnahmen – förderfähig nach dem GVFG bzw. FAG. Grundsätzlich gehen wir bei Verkehrsprojekten von einer Förderung von 80 bis 90 % aus. Dies wäre auch die Förderhöhe bei einem “seilgebundenen ÖPNV-System”. Daher läge die Investition für die Stadt Marburg bei 50 Millionen nach meiner Einschätzung max. bei 10 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Sanierung der Stadthalle kostet und ca. 30 Millionen Euro; für Straßenbaumaßnahmen geben wir jährlich einen höheren Betrag aus. Ich nehme Sie aber natürlich gerne bei den Untersützerinnen heraus. Mit freundlichen Grüßen, Franz Kahle

  5. Für mich hat die Seilbahn nur Vorteile. Durch die Vernetzung per Seilbahn entstünden weniger Emissionen, weniger Verkehr und Marburg würde auch als Wohn-und Gewerbestandort enorm gewinnen. Diese Idee sollte weiter verfolgt werden.
    Peter Kleinheins

  6. Martin Feußner sagt:

    Ihre Idee, eine Seilbahn für Marburg zu bauen, ist genau so falsch, wie die Angabe, dass sich die Hungerburgbahn in Salzburg befindet. Die Hungerburgbahn befindet sich nämlich, sei ihrer Inbetriebnahme am 12.September 1906, in Innsbruck. Ich hoffe, dass die Hungerburgbahn in Innsbruck bleibt und die Seilbahnpläne auch nur eine fixe Idee für Marburg.
    Ein Cölber, der Marburg ohne Seilbahn mag.
    Martin Feußner

    • Franz Kahle sagt:

      Hallo Herr Feußner,

      vielen Dank für den Hinweis. Mit Salzburg/Innsbruck haben Sie natürlich recht. So steht es ja auch auf der Wikipedia-Seite, zu der der Link führt. Dies wird geändert.

      Viele Grüße

      Franz Kahle

  7. Gerd Derbingel sagt:

    Die Autos am Klinikum bekommt man nicht durch eine Seilbhahn aus der Welt, die stehen dann eben an der Talstation rum. Ach halt, die Autos sollen ja aus der Innenstadt raus. Dann also ParkAndRide vom Messeplatz zur Seilbahen? Sehr realistisch.
    Wieviele von den 10.000 kommen denn aus der Marburger Innenstadt? Aus 1km Umkreis von der Talstation? Weiter wird sich ja wohl niemand in deren Richtung bewegen, wenn er/sie direkt auf die Berge fahrende Busslininen in der Nähe hat.
    Ein Sinn würde sich ergeben, wenn man die Talstation direkt auf den Hauptbahnhof baut. Aber die Leute erst in die Innenstadt zu lotsen, um sie dann wieder hinaus zu beförden?
    Eine Seilbahn ist eine coole Idee, aber das ist ein Katapult auch.

    • Franz Kahle sagt:

      Sehr geehrter Herr Derbringel,
      Überlegungen zur Seilbahn haben nicht das Ziel, die Autos vom Klinikum wegzubringen. Natürlich muss man das Klinikum mit dem PKW gut erreichen können. Es macht auch keinen Sinn, PKW in die Innenstadt zu ziehen, damit dann mit der Seilbahn hoch gefahren wird.
      Der Großteil der Marburger Studierenden benutzt aber nicht den PKW, sondern Busse. Die Verbindung von zwei Standorten einer Universität in einer so überschaubar großen Stadt wie Marburg ist eine der Aufgabenstellungen, die wir in den nächsten Jahren haben werden. Mit Schnellbussen und mit besseren Fahrradwegen können wir hier einiges erreichen – für viele liegt jedoch das Klinikum und der Universitätsstandort Lahnberge unattraktiv weit weg von der Innenstadt.
      Eine Einbindung der Seilbahn in das System des ÖPNV macht sicherlich nicht allen PKW-Verkehr überflüssig – aber welche Effekte wir erzielen könnten, das müsste die Prüfung ergeben. Genau so ist man übrigens auch in Koblenz vorgegangen.
      Beste Grüße
      Franz Kahle

  8. Gerd Flach sagt:

    Warum sind die kostenpflichtigen Parkplätze um’s Klinikum so voll, wenn sich die AutobesitzerInnen für’s ungefähr gleiche Geld eine ÖPNV-Monats- oder Tageskarte, etwa als PatientIn/BesucherIn kaufen und nervige Parkplatzsucherei sparen könnten? Weil sie einfach nicht dort wohnen, wo es angemessene Verbindungen gibt, sprich im Umland.
    Wenn man eine Talstation mitten in die Stadt baut, dort allerdings auf Parkplätze verzichtet und akzeptiert, daß es außerhalb eines Radius von 1km um diese herum wesentlich praktischer ist, in den Bus zu steigen, schrumpft die Zahl der NutzerInnen einer Seilbahn doch arg zusammen. Das Vorhaben, Menschen erst zentral in die Stadt und sie dann wieder hinaus zu schaffen, mutet doch seltsam an. Wenn schon eine Seilbahn, dann sollte sie am Hauptbahnhof starten, auch für die Behinderten, die ja sonst mit dem Bus zur Seilbahn müßten.
    Es hätte lieber gleich ein Parkhaus auf die vorhandenen Flächen gebaut werden sollen, das ist zwar häßlich, aber darauf kommt’s dort oben jetzt auch nicht mehr an und im Winter muß nur die oberste Ebene wegen der Schneelast geräumt werden. Sorry, aber eine Einrichtung für 10.000 Menschen aus mehr als dem Landkreis in den Wald zu stellen und dann mit dem Wald gegen die nötige Infrastruktur zu argumentieren, funktioniert nicht.
    Ein Parkhaus, ein paar Busse, Räumfahrzeuge und Personal sind für 20 Millionen doch auch drin. Zugegeben, eine Seilbahn hat touristischen Reiz, kann emissionsfrei betrieben werden und kann den Verlust der Zahnradbahn der Parkhauses etwas mildern, aber als Verkehrmittel schafft sie dem Problem Lahnberge zu wenig Abhilfe.

    • Franz Kahle sagt:

      Sehr geehrter Herr Flach,

      mittels einer Seilbahn – wenn sie nach einer Prüfung befürwortet würde – kann man nicht den Autoverkehr aus dem Umland zu den Lahnbergen lenken. Auch von meinem Wohnort am Richtsberg würde ich weiterhin mit dem Bus zum Klinikum fahren (müssen).
      Uns geht es zum einen um die Verbindung der beiden Hochschulstandorte und zum anderen um die Verbindung der Innenstadt mit den Lahnbergen. Sicherlich können wir das auch mit Schnellbussen gegenüber dem heutigen unbefriedigenden Zustand verbessern. Für die Zielgruppe der Studierenden und Hochschulmitarbeiter, die gerne ein Fahrrad benutzen, sind Busse allerdings kaum geeignet – auch in anderen Städten angewandte Systeme der Fahrradmitnahme in Bussen sind eher behelfsmäßig. Für die Zielgruppe der Krankenhausbesucher und -patienten, die sich in der Klinik aufhalten und die Innenstadt besuchen wollen, sind Busse unbequem.
      Immerhin ist das UKGM mit den Standorten Gießen und Marburg das viertgrößte Klinikum in Deutschland. Der Standort Marburg hat dabei eine sehr schlechte Anbindung an die eigene Stadt.
      Ob man diese Fragestellungen letztlich mit einer Seilbahn lösen könnte – dass müsste ein Gutachten zeigen.

      Beste Grüße
      Franz Kahle

  9. Michael Meinel sagt:

    Sehr geehrter Herr Flach,

    ich selbst habe keine vorgefertigte Position zu der Idee und kenne nicht alles was dafür oder dagegen spricht. Daher halte ich eine systematische Prüfung für sinnvoll. Was die potentielle Zahl der Nutzer angeht, stellen für mich die aktuell 21.597 Studenten plus universitären Mitarbeiter, von denen doch eine beträchtliche Zahl nicht tagtäglich mit dem Auto durch Marburg fahren, eine interessante Zielgruppe für solch ein Angebot dar.

  10. Rainer sagt:

    Ich würde es so sagen das wir die Seilbahn umbedingt brauche.
    Gruß Rainer Zies.

  11. M. Schmidt sagt:

    Ich studiere Medizin in Marburg und bin vollkommen von der Idee der Seilbahn überzeugt. Die Zeit, die man jeden Tag in Bussen oder auf dem Fahrrad verbringt, geht auf keine Kuhhaut mehr.
    Ich denke, dass die dezentralen Veranstaltungen und die schlechte Anbindung der Hauptgrund für die niedriege Popularität des Medizinstudiums in Marburg sind. Mit der zunehmenden Verlagerung der Fakultäten auf die Lahnberge wird diese Problem für immer mehr Studenten relevant.

    Marburg ist wie kaum eine andere Stadt auf seine Studenten angewiesen. Außerdem ist Marburg schon immer als Stadt mit alternativen Verkehrsmitteln bekannt, siehe Aufzüge mitten in der Stadt.

  12. Johannes Linn sagt:

    Ich habe soeben die Seilbahn in Koblenz hinauf zur Festung Ehrenbreitstein mit Blick auf das “Deutsche Eck”, Mosel und Rhein genossen und bin begeistert. Ein rascher umweltfreundlicher Transport mit einigen Minuten herrlicher Aussicht auf Stadt und Landschaft.

    In Marburg sollte die Errichtung einer Seilbahn unbedingt umgehend geprüft werden, ob sie ökölogisch, ökonomisch und touristisch sinnvoll ist. Auf jeden Fall wird sie bei angepasster Lage zum historischen Stadtbild hin ein geringerer Eingriff sein als eine Zahnradbahn zum Schloss. Und einen wunderschönen Blick aus der Luft auf Schloss, Altstadt und Elisabethkirche bieten können.

    Also nicht endlos zerreden, sondern prüfen und handeln unter Einbeziehung der Bürgermeinung!

    http://www.myheimat.de/marburg/kultur/die-seilbahn-in-koblenz-vorbild-fuer-marburg-d2463664.html

  13. Lieber Herr Kahle, liebe BI ,

    wir haben auch ein Projekt in Arbeit.
    Aus einer ‘Fixen Idee’ ist ein ausgetüfteltes Gesamtkonzept geworden.
    Wenn Sie weitergehendes Interesse haben, kontaktieren Sie uns gerne.
    Für AlpenTram München sprechen recht überzeugende Argumente.
    Dennoch werden diese unserer Meinung nach bei weitem nicht ausreichen um eine Umsetzung auf den Weg zu bringen.
    Wir verfügen über ein recht ausgeklügeltes Geschäfts-Modell, mit dem eine Realisierung solcher Projekte möglich wird.

    Innovative Grüße,
    Erich Feldmeier

  14. Karl-Heinz Töpfer sagt:

    “Mit dem Skyline Express schnell auf die Lahnberge”

    Ich unterstütze die Pläne einer Seilbahn für Marburg. Sie beschreiben, angesichts der geografischen Gegebenheiten, ein absolut innovatives Konzept für den ÖPNV und beinhalten, als nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt, eine attraktive Bereicherung des Marburg-Tourismus.

    http://www.myheimat.de/marburg/politik/mit-dem-skyline-express-schnell-auf-die-lahnberge-d1631972.html

  15. Andreas Teetz sagt:

    Ich finde die Idee der Seilbahn aus verschiedenen Erwägungen geradezu lächerlich, Die Worte von Herrn Schweiger bei der Infoveranstaltung unterstrichen dies noch. Ich zitiere: “Die Scheiben der Kabinen können in bestimmten Streckenabschnitte verdunkelt werden.” In bestimmten Streckenabschnitten ? Wie darf ich mir das vorstellen? Immer, wenn die Kabinen ein Grundstück überqueren (also eigentlich ständig), verdunkeln sich automatisch (oder etwa auf Knopfdruck?) die Scheiben? Wäre damit nicht das Panorama-Argument überhaupt hinfällig?
    Was die Anwohner tun müssten, um die Seilbahn, die über ihre Gärten schweben, nicht zu sehen, beantwortete Schweiger lapidar mit den Worten: “Die Augen zumachen.” Wenn es nicht so unverschämt wäre, müsste man laut lachen.
    Der nächste Punkt: Etwa 50 Mio. Kosten, die, wie man von anderen Großprojekten weiß, wohl niemals gehalten werden können, soll die Seilbahn kosten? Da fallen mir aber einige wichtigere Projekte ein.
    Ein Pfeiler soll in den Schülerpark. Damit wird dann das Gelände der “Stiftung” weiter beschnitten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das juristisch haltbar ist.
    Die Grundstückswerte entlang der Strecke dürften im Wert drastisch fallen, was nach Entschädigungsklagen schreit!
    Die Studenten dürfen gratis fahren, die vielen Senioren dagegen dürfen wohl erneut, wie schon beim Busverkehr nicht mit Ermäßigungen rechnen, obwohl dies in vielen anderen Städten durchaus üblich ist. Man bedenke: Die Studenten gehen wieder, die Senioren werden immer mehr!
    Herr Kahle, Sie haben sich vergaloppiert oder möchten unbedingt ihr Baby durchdrücken, um in den Geschichtsbüchern von Marburg verewigt zu werden wie andere “große” Politiker. Aber wollen Sie wirklich, dass man Ihren Namen immer mit diesem sinnlosen Projekt verbinden wird? Das sollten Sie sich nochmal gut überlegen. Die Stadtautobahn wünschten sich noch immer die meisten Marburger ungeschehen.
    Mit fassungslosen Grüßen,
    Andreas Teetz

    • Franz Kahle sagt:

      Sehr geehrter Herr Teetz,
      einige Anmerkungen zu Ihren Argumenten: Scheiben in Teilbereichen einer Strecke zu verspiegeln oder milchig zu machen, ist technisch sehr einfach. Auch die Scheiben von den Stadtbussen sind zum Teil nicht durchsichtig wegen der Werbung; es würde sich nicht um eine “Panoramabahn” handeln, sondern um eine Bahn auf die Lahnberge.
      Herr Schweiger hat gesagt, dass man auch Busse sieht. Die Busse, die den auf dem überlangen Weg zu den Lahnbergen schaffen, sieht man in der Tat nicht am Ortenberg, sondern in anderen Straßen der Stadt.
      50 Millionen Euro Investition sind förderfähig. Für die Stadt selbst würde ich mit einem Eigenbtrag von 5-10 Millionen Euro rechnen. Dies ist sie allgemeine Höhe der Förderung solcher Projekte.
      Der Schülerpark gehört keiner Stiftung, sondern ist Gelände der Stadt Marburg.
      Der Grundstückswert von Grundstücken, die nah an öffentlicher Infrastruktur liegen, steigt im allgemeinen.
      Die Studierenden in Marburg fahren nicht gratis, sondern zahlen alle ein Ticket bereits mit ihrem Semesterbeitrag. Auch Seniorinnen und Senioren, die sich eine Dauerkarte kaufen, könnten mit der Seilbahn wie mit dem Bus kostenlos fahren.
      Mit freundlichen Grüßen, Franz Kahle

    • Michael Meinel sagt:

      Sehr geehrter Heer Teetz,

      eine Verdunklung der Scheiben der Kabinen in bestimmten Streckenabschnitte ist eine intelligente, technische Lösung. Sie können hier eine ausführliche, aber hinischtlicher der Angebote nicht mehr ganz aktuelle Beschreibung solcher schaltbarer, elektrochromer Gläser finden.
      Inzwischen gibt es auch in Europa einige Anbieter, u.a. Gesimat:

      Angesichts der immensen Belastung von Mensch und Natur durch die Immissionen an Schall und Schadstoffen aus über 40.000 Wegstrecken am Tag, besteht für die Stadt Marburg und ihre Stadtwerke eine hohe Verantwortung diese durch Verbesserungen im ÖPNV zu minimieren. Die Studie hat zumindest gezeigt, dass eine Seilbahn hierfür ein großes Potenzial hat.

  16. Marcus Mende sagt:

    Die Seilbahn is sowas von unnötig und ein Eingriff in die Privatsphäre der Bewohner

    • Franz Kahle sagt:

      Sehr geehrter Herr Mende,
      das sehen die beiden von uns beauftragen Gutachterbüros nicht so. Die Planungsgruppe Nord (PGN) aus Kassel, die in Deutschland schon viele Straßenbahnen und Verkehrsanbindungen geplant hat, schlägt der Stadt Marburg vor, die Planungen für eine Seilbahn weiter zu führen. Mehr als die Hälfte des Personenverkehrs, der momentan über die lange Busstrecke auf die Lahnberge transportiert wird, könnte über die gut 2 Kilometer lange Luftlinie auf die Lahnberge befördert werden. Dies spart Zeit, CO-2-Emmissionen und Betriebskosten. Insgesamt verbindet es die beiden Universitätsstandorte; dies ist für die Zukunft von Innenstadt und Universität wichtig.
      Mit freundlichen Grüßen, Franz Kahle

  17. Birgit Ackermann-Marchi sagt:

    Sehr geehrter Herr Kahle,
    ich kann mich Herrn Teetz nur anschließen!
    Wieviele von den Befürwortern leben denn direkt im Gebiet der Streckenführung? Es ist immer leicht nach ausgewöhnlichen, innovativen Lösungen zu verlangen, wenn die Leidtragenden die Anderen sind. Und die Bemerkung mit der Wertsteigerung schätze ich jetzt mal als Scherz ein. Hand aufs Herz, auch Sie würden sich kein Haus zulegen bei dem Ihnen die Gondeln scheinbar zum Greifen nah über die Terrasse schweben. Ich kann die Menschen dort sehr gut verstehen, jeder bestimmt mit, aber die Konsequenzen tragen nur die Anwohner.
    Davon mal abgesehen , wäre es ein Fiasko für unser Stadtbild, wie es schon der Erlenring darstellt.
    Und da ja soviele tolle Seilbahnen angeführt werden, sollte sich jeder Mal die monströsen Pfeiler anschauen, die diese tragen.
    Alles in allem wäre diese Seilbahn ein riesiger Fehler und hat gute Chancen in einem finanziellen Fiasko für die Stadt zu enden.
    Aber ich weiß aus eigener Erfahrung: die Stadt macht, was die Stadt möchte

    Gruß
    B.Ackermann-Marchi

    • Michael Meinel sagt:

      Sehr geehrte Frau Ackermann-Marchi,

      bitte bedenken Sie, dass auch jetzt die Immissionen an Schall und Schadstoffen aus über 40.000 Wegstrecken am Tag eine immense Belastung von Mensch und Natur sind. Wenn denjenigen, die derzeit hiervon betroffen sind, durch ein weniger belastendes Verkehrskonzept geholfen würde, dann sind Stadt Marburg und ihre Stadtwerke in der Verantwortung diese Möglichkeit und ihre Umsetzung wenigstens zu prüfen. Die Studie hat zumindest gezeigt, dass eine Seilbahn hierfür ein großes Potenzial hat.

      Was das Argument des Wertverlustes einer Immobilie angeht, wird es ja bei fast allem ins Feld geführt, erschreckenderweise angefangen bei einem Kinderspielplatz über allerlei Gewerbe bis hin zu Windkraftanlagen. Auswertungen von Immobilenangeboten über lange Frist haben gezeigt, dass diese Wirkung während der medialen Aufmerksamkeit schließlich verpufft und letztlich eine gute Infrastruktur über den Preis bestimmt: Kindergarten, Schule, Einkausfmöglichkeit, Gewerbe und Verkehrsanbindung.

      Leider klappt beides zusammen nicht, was aber jedeR gerne haben möchte: Wohnen in einer idyllischen Umgebung mit Arbeit und bester Infrastruktur. 20 km und weiter von Marburg entfernt gibt es solch idyllische Wohnlagen in Hülle und Fülle, aber eben ohne Infrastruktur. Die Immobilienangebote zeigen einen immensen Wertverfall: für über 200 qm Wohnfläche zahlen sie weniger als für eine 60 qm Studentenwohnung in Marburg.

      Was für gut und was für schön empfunden wird, was bei einer Abwägung der Vor- und Nachteile einer Lösung schließlich zu einer Entscheidung führt, bleibt individuell unterschiedlich. Dass aber andere die Lasten tragen sollen, die ich selbst nicht haben will, kann keine verantwortungsvolle Entscheidungsgrundlage sein.

  18. Schorsch sagt:

    Hallo Seilbahn-Aktivisten,
    ich fahre schon seit Jahren jedes Jahr für ein paar Tage nach Marburg, um dort mit der Familie Urlaub zu machen. Besonders die tollen Aufzüge in die Oberstadt haben es uns sehr angetan. Liebe Marburger, baut die Seilbahn, aber sorgt gleichzeitig dafür, dass an anderen Stellen der Autoverkehr weniger wird. Zum Beispiel durch engere Straßen, weniger Parkplätze usw.. Schließlich werden doch durch die Seilbahn zusätzliche Personentransport-Kapazitäten geschaffen, so dass andernorts in Marburg die MIV-Infrastruktur reduziert werden kann.
    Und ich wünsche gutes Gelingen beim Bahnhof-Umbau. Bei meinem letzten Besuch war der Umbau noch voll im Gange. Und ich hatte schon befürchtet da würde gar nix mehr passieren. Vielleicht klappt es mit der Seilbahn ja auch noch?

  19. David sagt:

    Wenn man eine Seilbahn baut müsste man sie sehr gut integrieren, die vorhandenen Vorschläge lassen eine Seilbahn in Marburg bis jetzt eher wie ein Fremdkörper wirken.
    Auf dem jetzigen Parkplatz der Universitätsbibliothek könnte ein Parkhaus entstehen, auf dessen Dach die Talstation der Seilbahn ihren Sitzt hat.
    Eine Bike Station, eine Querlinie vom Bahnhof Richtung Cappel, die Möglichkeit die Seilbahn von der Oberstadt/Weidenhausen/Südviertel zu Fuß zu erreichen und das Parkhaus könnten einen optimale Vernetzung bieten. Das Parkhaus könnte dank seiner Lange mehr oder weniger direkt an die 3 angeschlossen werden und würde zu keinem zusätzlicher Verkehrsbelastung führen.

  20. Sasha sagt:

    Nachdem ich von der Idee einer Seilbahn auf die Lahnberge gehört habe, musste ich einige Tage drüber nachdenken und bin so auf diese Seite hier gestoßen.

    FOGLENDES: Eine Seilbahn macht nur Sinn, wenn sie ohne große Anstrengungen oder Zeitverlust durch Umsteigen von möglichst vielen Endpunkten erreicht werden kann.
    Daher macht der Bau einer Seilbahn eigentlich nur Sinn, wenn diese direkt vom Bahnhof aus startet.
    Alles andere steht quasi außer Frage. Nur dort treffen alle Busse, Bahnen, Innenstädler, Fahrradfahrer und Fernankömmlinge regelmäßig und beinahe unausweichlich an! Die stehtige An- und Abfahrt des Bus- und Bahnverkehrs würde zu einer direkten Nutzung sorgen! Keiner würde zweimal überlegen ob man jetzt ein paar Minuten auf den Bus wartet und dann 20min später auf den Lahnbergen ist, oder ob man quasi direkt die Seilbahn nimmt um 8min später auf den Lahnbergen zu sein!
    Das die Seilbahn ökonomisch und wirtschaftlich sinnvoller als Busse oder eine “Straßenbahn” sind, sollte jedem klar sein.
    Auch die befürchtete Immobilienpreissenkung wird über lang keine Auswirkungen haben.

    Marburg braucht eine neue Alternative! Warum warten?

  21. Wittmann sagt:

    Sowohl heute bei dem winterlichem Glatteis, als auch morgen (09.01.2017) bei dem komplett BESTREIKTEM RMV Busliniennetz, wäre ein Erreichen des Klinikums (als auch des Campus Lahnberge) kein Problem.
    Nun muß ich morgen meinen lange erwarteten Untersuchungstermin im Uniklinkum absagen, da ich kein eigenes Auto hab und bereits heute alle Taxis ausgebucht sind.

    Mit einer Taktlosen Seilbahn, hätten Patienten, Medizinisches Personal und Studenten der Medizin und Naturwissenschaften keine Probleme jederzeit auf die Lahnberge zu gelangen.

    Ironie des Schicksals, dass ich erst selbst betroffen sein musste, aber ich befürworte ab heute eine Seilbahn.

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