Ausgangslage

Die Marburger Universität hat zwei Campusstandorte – mit dem Rad bequem und schnell hin und her

Die beiden Standorte der Philipps-Universität Marburg sind nur ca. zwei Kilometer voneinander entfernt, aber doch 15 bis 30 Auto- oder Busminuten auseinander, weil der eine im Tal liegt, der andere auf den steil über der Lahn aufragenden Bergen. Unsere Idee ist, die Lahnberge mittels einer Seilbahn zu überwinden und damit eine kluge, schnell und gut nutzbare ÖPNV-Verbindung zwischen den beiden Uni-Standorten und der Innenstadt herzustellen.

Für alle Verkehrsarten ist es heute schwierig, schnell von einem Universitätsstandort zum anderen zu kommen, besonders aber für Leute zu Fuß und für den Rad- und Rollstuhverkehr. Mit einer Seilbahn wäre dies kein Problem: Menschen zu Fuß, Fahrräder, Rollstühle und z.B. auch Kinderwagen könnten im 60-Sekunden-Takt bequem und in (fast) beliebiger Menge barrierefrei transportiert werden. Und oben auf den Lahnbergen könnte vor allem der Radfahrer ohne größere Steigung bequem zum Ziel kommen. Klinikum, Mensa, Klinikums-Kita und nahe Institute der Universität wären schnell auch zu Fuß oder mit Rollstuhl oder Kinderwagen erreichbar. Und das alles  barrierefrei und schnell.

Das Marburger Klinikum befindet sich inzwischen zum größten Teil auf den Lahnbergen

Das Marburger Klinikum gehört als Teil des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM) zum drittgrößten Klinikum in Deutschland. Der zentrale Standort des Marburger Klinikums auf den Lahnbergen ist mit dem PKW und mit verschiedenen Buslinien zu erreichen. Für die Erreichbarkeit des Klinikums aus der Innenstadt und für Fahrten vom Klinikum in die Innenstadt könnte eine Seilbahnverbindung eine schnelle und bequeme Beförderungsmöglichkeit darstellen.

10.000 Menschen fahren täglich auf die Lahnberge

Mehr als 10.000 Menschen – Beschäftigte des Klinikums und der naturwissenschaftlichen Institute der Universität, Studierende, PatientInnen, die stationär oder ambulant behandelt werden, BesucherInnen – fahren täglich auf die Lahnberge. Viele müssen an einem Tag sogar mehrfach zwischen Innenstadt und Lahnbergen pendeln. Mit dem Umzug von weiteren Kliniken aus dem Lahntal gibt es nun zusätzlich ca. 2.000 Menschen, die täglich auf die Lahnberge fahren müssen. Und damit ist nicht das Ende dieser Entwicklung erreicht, denn mit dem Ausbau des Uni-Standortes Lahnberge, geplanten Angebotserweiterungen beim Klinikum und der Ansiedlung weiterer Forschungseinrichtungen wird es in Zukunft eine weitere Steigerung der Personen geben, die auf die Lahnberge fahren müssen.

Das Verkehrsaufkommen ist gewaltig

Bereits jetzt ist der private und öffentliche Verkehr auf den Lahnbergen gewaltig. Deshalb wurden die Parkplatzkapazitäten auf mehr als 4.000 erhöht. Aber sie sind fast immer belegt – wie man der örtlichen Presse entnehmen kann. Auch die Busverbindungen wurden Anfang 2011 und nochmals in 2013 deutlich verbessert. In Stoßzeiten werden bis zu 600 Personen in der Stunde auf die Lahnberge befördert. Trotzdem haben die Stadtwerke keine befriedigenden Lösungen gefunden – immer wieder bleiben Menschen in Stoßzeiten stehen, weil die Busse überfüllt sind. Das Angebot für die Mitnahme von Rädern in Bussen ist ärmlich, auch wenn die Stadtwerke seit Jahren an Lösungen rumprobieren.

Der steigende Mobilitätsbedarf macht aber dringend andere Lösungen erforderlich. Die Menschen müssen schnell und sicher durch bessere öffentliche Verkehrsmittel zu ihren Arbeitsplätzen oder zur Behandlung gelangen können. Noch mehr Wald zu roden für noch mehr Parkplätze kann keine Antwort sein, weil auch die Straßenkapazität beschränkt ist.

Eine Antwort auf Ausgangslage

  1. Dies ist ein hochinteressantes Projekt.
    Visionär und praktisch wurde so etwas schon auf der IGA 62´in Hamburg dargestellt.
    Die Beschreibung der Ausgangslage erfasst jedoch nur einen Teil der relevanten Aspekte und Nutzen.
    Da ich zu dieser Technik weiterführende Gedanken entwickelt habe bin ich daran interessiert diese nutzbringend beizutragen.
    Gern wüsste ich nun welche Möglichkeiten dazu bestehen.
    Daher bitte ich um Rückantwort mit einer entsprechenden Erklärung.

    mit freundlichen Grüßen aus Hamburg

    Bernhard Pufahl

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